Mushishi
Sie sind weder Tier noch Pflanze. Sie unterscheiden sich auch von anderen
Lebensformen wie Mikroorganismen und Pilzen. Sie ähneln vielmehr einer
urzeitlichen Lebensform und werden gemeinhin als "Mushi" bezeichnet. Ihr Dasein
und Erscheinungsbild ist den meisten nicht bekannt und nur eine Handvoll
Menschen ist sich ihrer bewusst. Ginko ist ein Mushi-shi (Mushi-Experte), der
umherreist, um mehr über die Geheimnisse der "Mushi" herauszufinden. Dabei zeigt
er sich auch hilfreich gegenüber Leuten, die aufgrund übernatürlicher Phänomene
Probleme haben. Phänomene, die offensichtlich in Beziehung mit "Mushi" stehen.
Mushishi ist ein wunderschöner, einzigartiger und spirituell angehauchter Anime, der sich mit Natur und Übernatürlichem befasst und der seine Geschichten langsam wie eine Blüte entfaltet. Mushishi wurde bei den AnimeReactor-Awards 2006 ausgezeichnet: Bester Anime des Jahres 2006 (Auswahl der Jury), Beste Musik (Auswahl der Jury) und Beste Story (Auswahl der Community) sowie Bester Fantasy/Adventure-Anime. -Taxy- Daten
Serieninfo
Mushishi spielt im hypothetischen Japan des ausgehenden 19. Jahrhunderts in einer Phase,
wo sich schon verstärkt moderne Einflüsse aus dem Ausland in Form von importierten Gegenständen und Stilen
bemerkbar machen, auf dem Land bei der einfachen Bevölkerung jedoch noch althergebrachte Traditionen und
Aberglauben vorherrschen. In der Handlung selbst wird dies aber nie auf historische Weise thematisiert
und exakte Bezüge zur zeitlichen Einordnung sind kaum auszumachen. So bleibt die aufkommende Industrialisierung
zusammen mit den Großstädten im Verborgenen. Die eher esoterische Sicht
auf die Mushi-Lebensformen (die ja nicht wirklich existieren)
und ihre "wissenschaftliche" Analyse durch Ginko tun dazu ein Übriges.
Man darf daher die Serie eher als ein alternatives, losgelöstes, phantastisches Universum verstehen,
das in einer nicht allzufernen Vergangenheit spielt und keine der uns bekannten historischen
Folgeentwicklungen aufweist.
Der Mushishi-Anime wurde sehr orginalgetreu nach der Mangavorlage gezeichnet und bleibt wie diese sehr episodenhaft, auch wenn sich im späteren Verlauf das Gefühl der vertrauten Verbundenheit aller Dinge einstellt. Die erzählten Geschichten sind allesamt relativ unverbraucht und orginell. Sie werden, von besonders dramatischen Wendungen abgesehen, zumeist auch eher ruhig und gemächlich erzählt. Des weiteren glänzt die Serie mit detailreichen, sehr natürlich gemalten Hintergründen, die einen sehr authentischen Eindruck verschiedenster Landschaften wiedergeben. Zur unvergleichlichen Stimmung trägt auch das Farbdesign bei, das jedesmal etwas anders auf die Stimmung der Geschichte und Landschaften eingeht: lebendiges Grün sprießender Wälder, goldene Erntefelder, rostfarben karge Schluchten, blaue Meeresgrenzen, violette Sonnenuntergänge, kirschblüten-rosafarbener Frühling, eiskalt grauer Winter. Die eigentümlich, getragene Hintergrundmusik, gespielt mit zumeist traditionellen Instrumenten, trägt ihren Teil dazu bei, alle Bilder wie in einem großen Wandteppich miteinander zu verweben und so atmosphärisch zu verdichten. Da der Anime bei seiner TV-Erstsendung 2005/2006 allerdings immer nur nachts um 1:00 Uhr im TV zu sehen war, war nicht mit einer großen Breitenwirkung wie bei Mainstream-Serien zu rechnen, was leider sehr schade ist. Da der Manga noch laufend weitergezeichnet wird, hat die Serie kein markantes, überdramatisches Finale, sondern endet mit einem Rückblick, wie in einem Kreis, der zum seinem Ausgangspunkt zurückkehrt, was eine Fortsetzung aber auch deutlich erleichtert. Mit Abschluss der Serie kann man auch eine alternative, chronologische Neuordnung der Episoden wagen: 12, 26, 1, restliche, 20 (letztere für die Romantiker unter uns ;). Allerdings hatte der Manga eine teilweise völlig andere Folge als der Anime, so dass es keine verbindliche Abfolge gibt. Da Episode 1 aber viel über das Mushi-Universum erklärt, startet man als Neuling wohl immer am besten mit dieser. Infos zu "Mushishi - Der Film" siehe auf der ➔ Extraseite. Wallpaper
Der Fansub
Dieser Fansub entstand in über einjähriger Arbeitszeit in Partnerschaft mit Taxy, dem Gründer von subs4u, mit folgender Aufgabenteilung:
Taxy [Übersetzung, Dialogzeiten], Vidom [Ü-Bearbeitung, Schriftgestaltung, Dialogzeitenoptimierung, Produktion].
Produziert wurde er zum einen als Standardversion für die Fans von DIVX-Abspielgeräten fürs eigene TV
und zum anderen als Version mit doppelt so hoher Auflösung für reine PC-Schauer (siehe Notiz unten).
Inhaltlich wurden der japanische Hintergrund und die Begriffe neu recherchiert und nicht einfach blind von engl. Fansubs übernommen, was zu teilweisen neuen Zusatzinfos und Übersetzungsdetails führte. So heißt der Titel der ersten Episode "Die grüne [Sake-]Schale" (um die ging es ja auch), auf engl. aber eher sinnleer "Der grüne Sitz", weil das entsprechende Kanji im Titel eine altertümliche Mehrfachbedeutung aufweist, die im Wörterbuch des Übersetzers wohl leider fehlte. Lustigerweise hat sich dieser Fehler in allen Animedatenbanken festgesetzt und steht inzw. sogar im internationalen Wiki zur Serie. Als ganz besonderes Schmanckerl gibt es im Abspann jeder Episode mehr oder weniger sinnreiche Zusatzinfos, Zusammenfassungen oder Interpretationen zu dem, was in der Episode zuvor geschehen war. ScreenshotsNotizen zum Fansub
Technisches zum Thema Hires/HDTV-Video:
Für den Fansub standen damals keine richtigen HDTV-RAWs (mindestens echte 1280x720) zur Verfügung, sondern nur ein hochgezoomtes Videomaterial, das als Orginal-TV-Capture eher matt und schwammig aussah und nur mit relativ niedriger Bitrate aufgezeichnet wurde (in WMV, später XVID). Da das H264-decodieren bei 1280er-Auflösung sehr CPU-lastig ist (~3ghz P4 nötig), fiel die Entscheidung, parallel zur normalen XVID-Version lieber eine kleinere aber immerhin doppelt so hoch auflösende "Hires"-Version zu machen, die zugleich weniger CPU-lastig ist (~2ghz P4). Das RAW wurde dazu 1/3 runterskaliert auf 1024x576 und das Video wie bei der XVID-Version massiv nachbearbeitet (Entrauschen, Kontraste, Farben, Schärfen). Die verbesserte "HDTV"-Auflösung von Episode-01 war erst nach längerer Bastelarbeit so gut geworden, dass sich hierfür ein v2-release lohnte, da gleichzeitig auch Timing/Typesetting ergänzt wurden. Für alle späteren Episoden, insbesondere den letzten, gilt eher, dass aus den RAWs so viel mehr nicht herauszuholen wäre. Fansub-Video-Vergleich: Auf allgemeinen Wunsch einer einzelnen Person, gibt es einen Vergleich der engl. Fansubs mit unserer Fassung. ➔ Extraseite Release-Info / Download
Im sedimentierten und fossilierten Mushishi-05.mkv fanden eifrige Forscher mushi-artige Bugs,
die in Form stockender Geräuschbildung oder auch ruckelnder visueller Erkenntnis daherkommen.
Wer glaubt, auch diese Probleme zu haben, darf zum Schutz seiner Insektensammlung
mit folgender Patsch-Klatsche draufschlagen:
⇒ Mushishi5-patch (1,2mb)
Anwendung: Inhalt der Giftdose und das orginal Fossil in eine Büchse sperren und Patsch aktivieren sowie die Vertilgungsprüfung abwarten. ;-)
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